5 Tipps gegen Kopfschmerzen im Büro

Kategorie: Beruf, Gastbeitrag, Gesundheit

imgres-1Kopfschmerzen kennt fast jeder: Rund 57 Millionen Deutsche leiden immer wieder darunter. Häufig im Büro, wenn sich die Arbeit stapelt und keine Zeit für Leistungstiefs bleibt. Erfahren Sie, was Sie jetzt tun können.

Lange war den Forschern unklar, wie Spannungskopfschmerzen entstehen. Doch mittlerweile vermuten die Experten, dass Stress eine große Rolle spielt. Schließlich sorgen Stresshormone dafür, dass sich die Muskulatur anspannt und Schmerzimpulse ans Gehirn sendet. Die Folge: Der Kopf pocht, hämmert und dröhnt. Jetzt ist schnelle Hilfe angesagt. Laut einer aktuellen jameda-Umfrage legen sich 50 Prozent der Patienten hin und ruhen sich aus, bis die Schmerzen weg sind. Aber wenn Sie noch viel Arbeit vor sich haben, ist das kaum möglich. Doch es gibt viele Alternativen.

Vorsicht mit Medikamenten!

Für viele Patienten sind Schmerzmittel die erste Wahl, wenn sich in ihrem Kopf ein Gewitter zusammenbraut. Doch Ärzte warnen davor, zu häufig zur Tablette zu greifen. Schließlich verändern die Medikamente das Schmerzsystem des Körpers, was wiederum zu neuem Kopfschmerz (sog. Medikamenten-Kopfschmerz) führen kann. Die gute Nachricht: Sanfte Heilpflanzen lindern die Schmerzen genauso effektiv!

Der Geheimtipp: Pfefferminzöl

Weil Medikamente bei leichten bis mäßigen Spannungskopfschmerzen keine gute Lösung sind, waren Forscher lange auf der Suche nach guten Alternativen. Mit Erfolg: In Studien erwies sich Pfefferminze als effektives Heilmittel. Weil sie die Kälterezeptoren der Haut aktiviert, lindert die traditionelle Heilpflanze Kopfschmerzen genauso effektiv wie Schmerzmittel. Wer ein Fläschchen mit Pfefferminzöl in der Schreibtischschublade aufbewahrt, hat immer ein probates Mittel griffbereit, wenn wieder einmal Kopfschmerzen in Verzug sind.

Weidenrinde: Uralter Schmerzstiller

Eine traditionelle Heilpflanze ist auch die Weidenrinde. Seit jeher wird sie angewandt, um Schmerzen zu lindern. Indem sie in das Schmerzsystem des Körpers eingreift, vertreibt sie leichte Kopfschmerzen. Aus ihrem Wirkstoff „Salicin“ wurde im 19. Jahrhundert übrigens das bekannte Kopfschmerzmittel Aspirin hergestellt. Weidenrindenkapseln mit hoher Dosierung wirken zwar nicht so schnell, haben dafür aber kaum Nebenwirkungen.

Dehnübungen gegen Nacken- und Kopfschmerzen

Im Schnitt sitzen die Deutschen 12 Stunden am Tag. Kein Wunder, dass Rückenschmerzen die häufigste Schmerzerkrankung sind. Doch wenn der Nacken verspannt ist, bleibt oft auch der Kopf nicht verschont: Ziehen verspannte Nackenmuskeln am Hinterkopf, können Kopfschmerzen entstehen. Nutzen Sie in diesem Fall die Mittagspause, um Ihre Muskulatur zu dehnen. Eine wohltuende Übung bei Kopfschmerz ist beispielsweise der sogenannte Giraffenhals: Setzen Sie sich bequem hin, greifen Sie mit der rechten Hand die linke Stuhlseite und drücken Sie den Kopf sanft nach links unten. Atmen Sie tief durch, um den Entspannungsnerv zu aktivieren, und wechseln Sie nach sieben Sekunden die Seite.

Spazierengehen und entspannen

Vielleicht reicht die Mittagspause auch, um einen kurzen Spaziergang zu machen. Sauerstoff, Bewegung und Entspannung helfen Ihnen, den Kopf frei zu kriegen. Wenn Sie nur schwer abschalten können, weil Sie in Gedanken immer noch am Schreibtisch sitzen oder sich über Ihr Leistungstief ärgern, können kleine Konzentrationsübungen helfen. Beobachten Sie Ihre Gedanken und Gefühle, um Distanz zu gewinnen. Füttern Sie negative Gedanken nicht immer wieder aufs Neue, da sie Ihr Leid nur vergrößern. Wenn zum körperlichen auch noch der emotionale Schmerz dazukommt, sind Sie in einem Teufelskreislauf aus Schmerzen gefangen. Können Sie Ihre momentane Situation dagegen akzeptieren, nehmen Sie dem Schmerz den Wind aus den Segeln. Das erfordert zwar etwas Übung, kann aber tatsächlich für Entlastung sorgen.

Nicht jeder Therapieansatz hilft jedem Patienten. Schließlich ist Kopfschmerz eine sehr individuelle Erkrankung, die einer individuellen Behandlung bedarf. Probieren Sie aus, welche Therapie bei Ihnen am besten funktioniert. So sind Sie für die nächste Attacke bestens gerüstet – und schnell wieder fit, um Ihren Aufgaben nachzugehen.

 

Über die Autorin:

Jeannette Stowasser ist Online-Redakteurin und hat einen 25-seitgen Ratgeber über Spannungskopfschmerzen geschrieben. Er steht unter www.jameda.de/kopfschmerzen zum kostenlosen Download zur Verfügung und enthält viele weitere Tipps, wie Kopfschmerzen akut und präventiv behandelt werden können.

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